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Pädagogik & Angebote

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Die Ev. Oranier-Gedächtnis-Kirchengemeinde, der Träger das Ev. Dekanat Wiesbaden und deren MitarbeiterInnen in der KiTa wünschen eine offene, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Der Umgang miteinander soll von gegenseitigem Interesse und Fairness geprägt sein.

Die pädagogische Arbeit orientiert sich an einem christlichen Menschenbild. Aus ihm ergeben sich auch die Ziele und Schwerpunkte der Arbeit und deren Umsetzung.

b-kinder1Jedes Kind in unserer Tagesstätte gehört zu einer von fünf Gruppen. Diese sind von Alter, Geschlecht und Nationalität gemischt zusammengesetzt.

Die Gruppe ist für die Mädchen und Jungen der erste Orientierungsraum. In diesem überschaubaren Rahmen wird es angenommen und getragen. Es entwickelt Sicherheit und Zutrauen und wird in zunehmenden Maße selbstständig. Der Lebensraum Gruppe, bietet viele Möglichkeiten zur Verwirklichung der pädagogischen Ziele.

So ermöglicht z.B. die Altersmischung, dass jüngere Kinder von älteren lernen und die älteren Verantwortung für die jüngeren übernehmen.
Weiterhin eröffnet er neue Räume, die Kinder, im Rahmen ihrer individuellen Anlagen und Fähigkeiten zu unterstützen. Daraus ergibt sich, das wir die Kinder mit allen Stärken und Schwächen annehmen und zur Eigeninitiative und zum selbständigen Tun ermutigen. Wir unterstützen das Kind in seiner Freude am Experimentieren und Entdecken und geben die Möglichkeit, vielfältige soziale Kontakte zu knüpfen, seine eigene Rolle innerhalb der Gruppe zu erfahren, andere zu akzeptieren und zu tolerieren, sowie Konflikte auf konstruktive Weise lösen zu lernen.

      Geborgenheit hat viele Namen.....
                  Wenn ich traurig bin, brauche ich
                          jemanden, der mich tröstet,
               Wenn ich wütend bin, brauche ich
                          jemanden, der mich aushält,
               Wenn ich lache, brauche ich
                          jemanden, sich mit mir freut,
               Wenn ich unsicher bin, brauche ich
                          jemanden, der mir Zuversicht gibt,
               Wenn ich ungeduldig bin, brauche ich
                          jemanden, der mir Anerkennung schenkt,
               Wenn ich etwas gelernt habe, brauche ich
                          jemanden, dem ich es zeigen kann,
               Wenn ich einsam bin, brauche ich
                         jemanden, der mich in den Arm nimmt,
               Wenn ich selbstsicher aufwachsen soll, brauche ich
                         jemanden, der mit Geborgenheit schenkt!

                             (Unbekannter Verfasser)

Soziales Lernen

Ein weiterer Schwerpunkt in unserem Haus ist die Stärkung der Ich-Kompetenz. Die Kinder erfahren im Laufe der Zeit vielfältige Unterstützung, um ein positives Selbstbild zu entwickeln. Sie lernen ihren eigenen Kräften zu vertrauen und eigenverantwortlich zu handeln. Fähigkeiten wie Toleranz, Konfliktbewältigung, positiver Umgang mit der Gruppe, Entscheidungsfähigkeit, sowie Selbstbehauptung werden sich daraus immer weiter entwickeln und verstärken.

Wir helfen den Kindern dabei, indem wir uns offen und wertschätzend verhalten und sie bei sozialen Begegnungen mit den anderen Kindern unterstützen und begleiten.

Interkulturelle Erziehung

Interkulturelle Erziehung ist in unserer Kindertagesstätte ein durchgängiges Prinzip. Die vielfältigen Nationalitäten, Kulturen und Religionen die unser Kindergarten bietet, fördert die kulturelle Aufgeschlossenheit und Neugierde. Indem die Mädchen und Jungen miteinander in Kontakt treten, spielen und sich gegenseitig erleben, lernen sie voneinander und miteinander. Das heißt, Kinder entwickeln auf ganz natürlichem Weg Toleranz, Akzeptanz, und Wertschätzung und erleben die verschiedenen Kulturen jeden Tag als etwas Selbstverständliches.

Das Anderssein der anderen
als Bereicherung des eigenen Seins begreifen;
sich verstehen,
sich verständigen,
miteinander vertraut werden,
darin liegt die Zukunft der Menschheit
Rolf Niemann

Partizipation

Nach dem Bundeskinderschutzgesetz dem Sozialgesetzbuch VIII, §8 und §45, sind Beteiligungsformen sowie Beschwerdemöglichkeiten von Mädchen und Jungen im Alltag einer Kindertagesstätte - sowohl konzeptionell als auch in der unmittelbaren pädagogischen Arbeit - vorzusehen und zu verankern.

In unserer Kindertagesstätte erleben die Kinder eine achtsame, beobachtende und ressourcen- orientierte Begleitung ihrer Entwicklungs- und Selbstbildungsprozesse. Dies bedeutet für die Mädchen und Jungen sowie Mitarbeitenden sich Zeit zu lassen und ihre Entwicklung als fortwährenden Prozess zu verstehen.

Hier finden Sie einige Beispiele derzeit gelebter Partizipation in unserem Kindergartenalltag.

  • Die Kinder entscheiden, wann sie genug Essen auf ihrem Teller haben und wann sie satt sind.
  • Die Kinder überlegen, wo, mit wem und wie lange sie spielen wollen
  • Die Kinder entscheiden, welche Erzieher/In sie wickeln bzw. umziehen darf
  • Die Kinder vereinbaren, wann und mit wem sie Frühstücken gehen 
  • Die Kinder entscheiden über die Gestaltung des Tagesablaufes mit
  • Die Kinder werden in die Festlegung von Regeln aktiv mit einbezogen, bestehende Regeln werden überprüft und neue Regeln ausgehandelt  
  • Die Kinder werden zu Raum - und Spielplatz - Umgestaltungen befragt und ihre Vorschläge werden in die Planung mit einbezogen 
  • Die Kinder nehmen an der Planung von Angeboten und Projekten teil
  • Die Kinder suchen sich ihre Geburtstagsgäste für den Geburtstagstisch aus
  • Die Kinder entscheiden, welches Frühstück eingekauft werden soll
  • In den Morgenkreisen bekommen die Kinder regelmäßig die Möglichkeit ihre Gefühle, Ängste, Ärgernisse usw. der Gruppe mitzuteilen und eine Lösung herbeizuführen
  • Die Erzieher/Innen nehmen sich Zeit für die Anliegen und Belange der Kinder 
  • Die Kinder und die Erzieher/Innen können Gruppenbesprechungen einberufen um Informationen weiterzugeben und/oder Konflikte und Regeln zu besprechen. Hierfür finden die Kinder ihre eigenen Lösungsmöglichkeiten

Wenn die Kinder konsequent als gleichberechtigte Partner am Alltag teilhaben, also aktiv beteiligt sind, erleben sie, dass jeder Einzelne wichtig für die Gemeinschaft ist, dass jeder Beitrag ernst genommen und jeder einzelne etwas bewirken kann. Zudem nehmen die Kinder wahr, wie gemeinsam in der Gruppe tragfähige Lösungen entwickelt und umgesetzt werden können.

Entwicklungsberichte / Portfolio

Da uns die Entwicklung und die damit verbundene Förderung Ihres Kindes sehr am Herzen liegt, führen wir in Krippe und Kindergarten konstant mit den Kindern einen Portfolio-Ordner. Hier wird die Entwicklung Ihres Kindes in Wort und Bild festgehalten. Dies ist dann die Grundlage für das jährlich stattfindende Elterngespräch (Entwicklungsgespräch) das die Erzieherinnen aus der Gruppe mit Ihnen vereinbaren werden.

Am Ende der Krippen- bzw. Kindergartenzeit bekommen die Kinder den Portfolio-Ordner mit nach Hause

Integration

Bei uns spielt es keine Rolle aus welchem Kulturkreis ein Kind kommt,
ob es Entwicklungsverzögert, von Behinderung bedroht oder behindert ist.
Wir wollen gemeinsam voneinander lernen und miteinander zu leben.

Integration bedeutet für uns, dass alle Kinder egal mit welchen individuellen
Persönlichkeitsmerkmalen, Stärken und Schwächen nicht abgesondert werden, sondern bei uns die Möglichkeit erhalten, gemeinsam aufzuwachsen und unterstützend begleitet zu werden. Denn im Vordergrund stehen die Möglichkeiten und Kompetenzen jedes einzelnen Kindes - nicht ihre Defizite.

Wir bieten in unserer Kindertagesstätte auch Integrationsmaßahmen an, die durch Förderkräfte des Mobilen Dienstes begleitet werden.